Der Eichenprozessionsspinner, abgekürzt EPS, ist ein Schmetterling, dessen Raupen sich bevorzugt von jungem Eichenlaub ernähren.
Er ist ein eher unscheinbarer graubrauner Nachtfalter, der keine Gefahr darstellt, doch seine Larven tragen mikroskopisch kleine Gifthaare, die auf der Haut von Mensch und Tier allergische Reaktionen hervorrufen können.
Die von den Brennhaaren ausgehenden Beeinträchtigungen bestehen insbesondere von Ende Mai bis in den September hinein. Die giftigen Haare brechen leicht und können durch Wind verwirbelt werden.
Durch seine zwischenzeitliche Massenvermehrung ist das Insekt zum Problem geworden. Die natürlichen Feinde wie Vögel, Fledermäuse und räuberische Insekten konnten die Massenvermehrung des Nachtfalters nicht ausreichend regulieren. Um die natürlichen Fressfeinde des Eichenprozessionsspinners zu fördern, können Nisthilfen für Meisen und Fledermäuse aufgehängt werden. Auch "Insektenhotels" können installiert werden, um räuberische Insekten zu fördern.
Wenn ein Befall festgestellt wird bemüht die Gemeinde Legden sich befallene Bäume (Kategorie 1) zu kennzeichnen oder die Nester zu beseitigen. Priorität haben sensible Bereiche in denen mit einem hohen Aufkommen von Fußgängern und Radverkehr zu rechnen ist, z.B. öffentliche Grünanlagen, Plätze, Straßen und Wege im Innenbereich oder in der Nähe von Kindergärten und Schulen.
Alle bereits gemeldeten Nester finden Sie in der nachstehenden Karte.